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Wir sind fassungslos…

Machs gut Omimi!

Du kamst am 30.11.2017 zu uns, der Tierarzt schätzte dich auf mindestens 17 Jahre und stellte eine Schilddrüsenunterfunktion sowie ein Nierenleiden bei dir fest. Du warst sehr mager, was sich auch mit der Zeit nicht besserte, dennoch warst du eine sehr lebensfrohe, freundliche und liebenswerte Omi.
Du hattest großes Glück und durftest, als dich unser Tierarzt entließ, direkt auf eine tolle Pflegestelle ziehen, wo du nun all die Zuwendung und medizinische Betreuung bekamst, die dir in deinem bisherigen Leben wohl verwehrt geblieben war.

Selbst deine geliebte Freiheit konntest du in deinem neuen Zuhause genießen, hast dir im Hof die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Hin und wieder gingst du an einen deiner Lieblingsplätze, keine zehn Meter von deinem Zuhause entfernt an den Brunnen und schliefst dort eine kurze Runde, bevor du wieder zurück tippeltest.

Und genau das wurde dir am 10.06.2018 leider zum Verhängnis. Du schliefst dort gegen Abend, wie so oft, bevor dein Pflegefrauchen dich an drinnen rief.
Dieses Mal rief sie vergeblich, sie suchte dich bis tief in die Nacht. Dass du zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr am Leben warst, erfuhr sie erst am nächsten Morgen zufällig durch einen Facebook-Post.

Eine besorgte Dame sah dich, mager wie du warst, dort liegen und brachte dich zu einem Tierarzt. Leider ließ dieser weder deinem Frauchen noch uns die Chance nach dir zu suchen und schläferte dich umgehend ein.

Du warst bestens auf Medikamente eingestellt, und sicherlich noch nicht dem Tode nahe. Wenigstens einen Tag hätte man doch warten können, dann wärst du nun noch in deinem Zuhause. Als deine Pflegemama bei dem Tierarzt anrief hieß es, aus Tierschutzgründen hätte man dich erlöst. Heißt Tierschutz, dass man Tiere, nur weil sie alt und krank sind (ohne Schmerzen!) einschläfert ?

Unsere BITTE: Wenn ihr ein Tier findet, welches nicht unweit eines Hauses liegt, dann fragt doch bitte dort, ob jemand das Tier kennt. Denn auch alte Tiere, die augenscheinlich nicht gut aussehen, können ein Zuhause haben! Omimi hatte ein! Ihre Pflegefamilie war zuhause, hatte Omimi eine Stunde zuvor noch wohlauf gesehen.

Und liebe Tierärzte, lasst den Besitzern doch wenigstens die Zeit nach ihrem geliebten Tier zu suchen, bevor ihr es einschläfert. Im Fall unserer Omimi war es sicher nicht nötig, sie sofort „zu erlösen“.

Leider konnten wir nichts mehr für dich tun, liebe Omimi. Wir sind alle sehr erschüttert und zutiefst traurig.
Machs gut du Süße!