Januar 2011: Polli darf bleiben
Dezember 2010: Notfellchen Polli
November 2010: Pflegekater Balou ist über die Regenbogenbrücke gegangen
August 2010: Balou zieht ein
März 2010: Hooky ist über die Regenbogenbrücke gegangen
Dezember 2009: Einzug von Chrissie und Emilio 
Oktober 2009: Luna ist über die Regenbogenbrücke gegangen
Februar 2009: Ein Catwalk
Dezember 2008: Geschenke auspacken
Herbst 2008: Urlaub in Balkonien
September 2007: Umzug ins neue Zuhause
Sommer 2007: Freigang mit Leukosekatzen
Winter 2006: Eingewöhnungsphase
Oktober 2006: Wie alles begann


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Infos zur Leukose bei Katzen

Mitte September 2006 erhielten wir in unserer (Aushilfs-)Katzenpflegestelle einen Hinweis, daß in Östringen mehrere Katzen unter unzumutbaren Bedingungen gehalten werden. Nach Rücksprache mit den zuständigen Organisationen vor Ort, stellte sich heraus, daß man bereits seit längerem dagegen anzugehen versucht. In unseren Augen ist das, was wir zu Gesicht bekamen, Quälerei, doch Veterinäre oder Amtstierärzte, die mit soetwas täglich zu tun haben, haben eine andere Relation dazu, was vielleicht auch verständlich ist. (Deren Kommentar dazu wohl in der Art: "Machen's halt emol a bissle sauber und gehn se zen Tierarzt mit dene, Tschüß") Es wurden bereits einige Anzeigen erstatten, wegen illegaler Zucht (auch Inzucht ) ohne Sachkundenachweis sowie der Zucht von weißen Katzen (die Gendefekte wie Taubheit aufweisen ). Nichtsdestotrotz ließ sich die Dame von niemanden abhalten, weiterhin in ihrem Haus gleichzeitig über 25 Katzen zu halten Ihre "Abfallprodukte", das heißt, Nachkommen, die gewünschte Eigenschaften nicht aufweisen, durften ihr Dasein im Heizungkeller fristen, von Glück konnte reden, wer dann (größtenteils krank) vermittelt, bzw. verkauft wurde. Uns stellte sich folgende Situation dar: Wir boten unsere Hilfe an, indem wir die Kosten für die Kastration von mehreren Katzen aus unseren privaten Mitteln übernehmen wollten, im Gegenzug wollten wir soviele "Kellerkinder" wie möglich herausholen. Desweiteren sollte die Zucht eingestellt werden und wir würden dafür die Vermittlung der vorhandenen Tiere unterstützen. Unser Ziel war es, den Bestand auf ein "normales" Maß herabzusetzen, um die Hygiene des Bestandes zu verbessern sowie die Verschleppung von Krankheiten einzustellen. Nach langen Gespräch war die Dame endlich bereit, uns in ihren Keller zu lassen. Unsere Vorschläge nahm sie an und ließ uns im Glauben, daß sie ihren Teil der Abmachung erfüllen würde. In einem Raum von wenigen Quadratmetern waren ca. 9 Katzen, teils erwachsen, teils Teenies, untergebracht. 2 total verdreckte Katzentoiletten im Eck, ein bischen Wasser in einem alten Ausgußbecken, der Boden aus Beton übersät von Unrat. Den Gestank leitete man durch ein vergittertes Fenster nach draußen. Überall keuchte und nieste es. An dieser Stelle verkneife ich mir alle Kommentare dazu. Wir durften uns erstmal 3 von den Katzen aussuchen und nahmen sie mit, der erste Weg führte zum Tierarzt. Alle hatten Katzenschnupfen, waren unterernährt, hatten Flöhe, Milben und Würmer, waren sehr verängstigt und stanken fürchterlich zum Himmel. Hookie hatte aufgrund eines nicht behandelten Katzenschnupfens ein geschlossenes Auge, das eitrig tränte. Es wurde noch am selben Tag behandelt, in der Hoffnung, man könnte das Auge retten. Alle bekamen Antibiotika, denn der Katzenschnupfen mußte als erstes in Angriff genommen werden. Wir sind mittlerweile regelmäßig mit allen 3en beim Tierarzt, alle sind von uns kastriert, tätowiert und entwurmt worden und ihr Zustand bessert sich. Zurück zu Dame aus Östringen: Bei wiederholten Besuchen, drängten wir darauf, daß sie uns, wenn sie selbst Katzen vermittelt, die Anschriften der neuen Besitzer mitteilt, bzw. einen Schutzvertrag abschließt, damit man zumindest Nachkontrollen durchführen kann. Die Zustände im Keller waren mittlerweile etwas besser, zumindest konnte man ihn wieder betreten, ohne die Luft anhalten zu müssen. Dennoch wunderte es uns, daß es diesesmal wieder andere Katzen waren. Ins Haus selbst, zu weiteren Katzen, ließ sie uns trotz mehrmaligem Bitten nicht. Sie sicherte uns aber zu, die Zucht aufgegeben zu haben. Keine 2 Wochen später erhielten wir den Hinweis, daß wieder ein krankes Tier in erbärmlichen Zustand von dieser Frau vermittelt wurde. Wir stellten sie zur Rede, sie jedoch wich aus und meinte, sie fühle sich von uns belästigt und wir sollten sie in Ruhe lassen. Sie lies uns nicht mehr aufs Grundstück und gab auch keine weiteren Katzen zur Vermittlung heraus. Jetzt, nach 5 Wochen, steht fest, daß Hookie ihr Auge verlieren wird, am Montag (30.10.)ist die OP. Luna's Tränenkanal war und ist immernoch völlig zugewachsen, die Ärztin fand nichtmal einen Eingang, eine OP wäre zu überlegen. Kimba war so verschüchtert, daß sie erst nach einigen Tagen überhaupt etwas zu sich nahm und hat es immernoch schwer, Vertrauen in uns zu fassen. Soweit zum Thema MENSCHlichkeit...

...und Geldgier, denn weiße Katzen mit blauen Augen lassen sich immernoch prima verkaufen.

R.Seidel, Oktober 2006
Kimba, Luna und Hookie (Oktober 06)










Eingewöhnungsphase.... Mit der Zeit wurden sie alle zutraulicher und erkundeten begierig ihre Umgebung









Freigang mit Leukosekatzen :-) Hookie ließ sich nach geraumer Zeit auch dazu überreden, das Katzengeschirr anzulegen und durfte Ausflüge in den Garten unternehmen.







Dann stand der Umzug an, man glaubt garnicht, wo und wieviele Mäuschen dort beerdigt wurden :-) (21 Stk.) Im neuen Heim gab es dann Katzenkino, einen Freiluftausguck, aber noch kein angemessenes Fleckchen zum Niederlassen. (September 07)









Urlaub in Balkonien.... Auch das zwischendurch angebotene Behelfslager war mehr schlecht als recht, deshalb wurden anschließend Nägel mit Köpfen gemacht und wie man sieht, umgehend in Beschlag genommen. (Herbst 08)







Geschenke und Kartons sind natürlich das Größte :-) (Weihnachten 08)





Catwalk.... In der Winterzeit mußte natürlich noch ein kleiner Ausgleich für den fehlenden Balkon geschaffen werden, sozusagen eine 3. Wohnebene :-) (Februar 2009)







Oktober 2009: Luna ist über die Regenbogenbrücke gegangen....




Dezember 2009: Bei uns sind Chrissie und Emilio eingezogen. Noch klappt es mit der Verständigung nicht so ganz, Kimba und Hooky fragen sich, ob diese gestreiften Dinger eigentlich auch Katzen sind.....















Ihre Zeit im Tierheim: Diese beiden lieben Samtpfoten kamen am 23.09.09 zu uns ins Tierheim, nachdem sie zusammen in Osterburken gefunden wurden. Wir stellen Chrissie und Emilio zusammen vor, weil sie sich bisher einen Weg teilten und ein gemeinsames Schicksal haben.... sie sind beide Leukose positiv. Ein Schicksal ist es allerdings nur dann, wenn wir Menschen es so sehen! Für eine Katze bedeutet Leukose positiv ( FeLV) es erst einmal gar nichts, denn sie leben glücklich und weitgehend gesund, und ob der Virus und damit eine Krankheit ausbricht ist nicht zwingend. Viele Leukose positive Katzen können ein hohes Alter erreichen, vor allem bei Menschen, die eine stressfreie Umgebung haben oder schaffen können. Freigang sollte bei Leukosekatzen tabu sein, ein gesicherter Balkon oder Terrasse erfreuen aber jedes Katzenherz. Emilio und Chrissie sind ein Team und wir möchten sie nur zusammen vermitteln. Geboren ist dieses eingespielte Team ca. Ende Juni 2009 und sie sind unheimlich lieb und verschmust! Ihre neuen Menschen werden viel Freude mit den beiden Rackern haben. Katzen sind sehr selbstbewusste Wesen und manchmal scheinen sie oft von einem anderen Stern... Doch oftmals sind sie auch einfach nur da, um ihren Menschen eine Freude zu machen und wir denken, Chrissie und Emilio sind genau dafür geschaffen! Sollten sie wenig oder keine Erfahrung mit Leukose erkrankten Katzen haben, wenden Sie sich bitte an unser Tierheim-Personal oder an unsere Ehrenamtlichen, die sich bewusst oder auch unbewusst für ein oder mehrere solcher Katzen entschieden haben. Das sind Erfahrungswerte, die vielleicht gerade Sie dazu bewegen, diesen Beiden ein wunderschönes zuhause zu geben! Bitte geben Sie Chrissie und Emilio eine Chance ein unbekümmertes und umsorgtes Katzenleben in einem eigenen Zuhause zu führen ………..

Chrissie

Chrissie und Emilio

Chrissie

Chrissie und Emilio

Chrissie

Chrissie

Emilio

Emilio

Emilio

Emilio



März 2010: Hooky ist über die Regenbogenbrücke gegangen....





August 2010: Im August 2010 ist Balou als Pflegekater bei uns eingezogen. Balou hatte schon einiges hinter sich und als Einzelkater ist er unter anderen Katzen leider auch nicht sehr einfach. Er ist wie unsere anderen Katzen Leukose positiv, aber in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand. Wir haben ihn erst mal unserer Tierärztin vorgestellt, um Balou wieder gesundheitlich stabil zu bekommen.






November 2010: Wir mußten Balou leider über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Wir sind sehr traurig, denn er hatte sich sehr gut erholt und war einfach ein feiner Kerl, auch wenn er lieber Einzelkater gewesen wäre. Lieber Balou, wir hätten Dich so gerne glücklich gemacht……….



Einzug von Polli im November 2010 Der nächste Notfall lies leider nicht sehr lange auf sich warten, obwohl uns Balou´s Tod sehr mitgenommen hat. Polli, eine kleine, verschreckte Schildpatt-Dame, geboren im Januar 2009, saß im Tierheim aufgrund ihrer Leukose alleine und fraß nur das nötigste. Bilder von dieser Zeit gibt es nicht, denn es war unmöglich ein Foto von der kleinen Katze zu machen, so verschüchtert und ängstlich war sie. Also durfte Polli erst mal in unser Pflegezimmer umziehen. Durch die Bekanntschaft von Kimba, Chrissie und Emilio hat sich die kleine Dame schnell erholt, denn in der Gruppe schmeckt es bekanntlich besser. Gegenüber uns ist sie allerdings noch etwas schreckhaft und ängstlich und beäugt uns misstrauisch. Polli lernt sehr viel von ihrem Freund Emilio, leider auch eine Menge Blödsinn. Es wird durch die Wohnung gejagt, neugierig unbekannte Dinge untersucht und an der Vogelvoliere mit Vorliebe „geglotzt“.


Das große Fressen :-)




Januar 2011 Polli hat sich nun eingelebt und auch gesundheitlich geht es ihr sehr gut. Ihr Fell glänzt, sie hat gut zugenommen, wird zutraulicher und geniest immer mehr die Streicheleinheiten. Polli bringt sehr viel Ruhe in unsere doch manchmal sehr komplizierte Gruppe rein, darüber sind wir sehr froh! Polli hat im Sturm unser Herz erobert, nicht nur wegen ihrem Schildpatt- Fell, sondern wegen ihrer nette Art, ihrem sozialen Verhalten gegenüber ihren Artgenossen und ihrem unglaublich ausgeglichenen Wesen, das unserem “ Haufen“ sichtlich gut tut. Wir haben uns entschieden- Polli darf bleiben!