Nicht jeder Igel braucht Hilfe - aber jede Hilfe muss richtig sein!

Wann ist ein Igel hilfsbedürftig? Nur, wenn er Anfang November weniger als 500g wiegt, wenn er mitten im Winter wach gefunden wird oder wenn er deutlich krank ist. Viele Menschen möchten ab Herbstbeginn dem stachligen Freund über den Winter helfen und mancher Tierfreund glaubt gar, jeden gesichteten Igel einsammeln zu müssen, damit er die kalte Jahreszeit überstehe. Zahlreiche Igel werden ohne Notwendigkeit - und daher gesetzwidrig - der Natur entnommen. Insbesondere durch die Einrichtung einer Futterstelle kann man Jungigeln im Herbst helfen, das nötige Winterschlafgewicht zu erreichen. Aber auch Altigel - etwa Igelweibchen, die durch die Jungenaufzucht Gewicht verloren haben - sind für ein Zubrot in der nahrungsarmen Jahreszeit vor dem Winterschlaf dankbar. Kranken Igeln hilft das beste Futter nicht! Wenn ein kleiner Igel dauernd zur Futterstelle kommt und einfach nicht dick und rund wird - dann sind Hilfe für den Igel und Vorstellung bei einer Igelstation und/oder dem Tierarzt angesagt! Gesetzesvorschriften In Deutschland ist es generell verboten, Tiere der besonders geschützten Arten - und dazu zählt der Igel - aus der Natur zu entnehmen. Die einschlägigen Gesetzesvorschriften erlauben jedoch, hilfsbedürftige Igel sachgemäß aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen. Das Ziel jeder Igelhilfe muss sein, die Tiere so bald wie möglich wieder gesund in die Freiheit zu entlassen

Weitere Informationen finden sie unter www.pro-igel.de